Journalistin und TV-Moderatorin aus Leidenschaft
"Die Glaubwürdigkeit einer Quelle ist entscheidend für die Qualität der Informationen, die sie liefert. Sie ist für uns Journalist:innen das höchste Gut und schafft die Grundlage für eine informierte Gesellschaft."
Vita
Seit mehr als 15 Jahren arbeite ich im deutschen Fernsehen – als Reporterin, Redakteurin und Moderatorin. Mein journalistischer Weg führte mich von investigativen Reportagen und gesellschaftspolitischen Themen bis in die Nachrichtenmoderation.
Geboren wurde ich am 10. Januar 1981 in Emmerich am Rhein, aufgewachsen bin ich in Hannover. Nach meinem Abitur studierte ich an der Universität Hildesheim Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Medien- und Theaterwissenschaften und schloss mein Studium 2009 mit dem Diplom ab.
Mein Einstieg in den Journalismus begann 2010 bei ProSiebenSat.1. Nach meinem Volontariat arbeitete ich für „taff“ als On-Reporterin und Redakteurin und übernahm ab 2011 auch die Moderation des investigativen Formats „taff hilft!“.
2016 wechselte ich zu RTL nach Köln und berichtete für „extra“ als Reporterin und Redakteurin über gesellschaftlich relevante und investigative Themen. 2019 kehrte ich nach München zurück und arbeitete für SAT.1, zunächst als Reporterin und Redakteurin für „akte.“. Der Schwerpunkt meiner Arbeit lag auf investigativen und gesellschaftskritischen Recherchen. 2021 wurde ich zur Chefreporterin der Sendung.
Gemeinsam mit Kollegen von „SAT.1 investigativ“ recherchierte ich unter anderem zu den Zuständen rund um die Schlachtfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Die Veröffentlichungen fanden bundesweit große Beachtung.
Seit Februar 2023 moderiere ich im Wechsel „:newstime“ auf ProSieben. Die Nachrichtenmoderation ist heute ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit – und zugleich eine besondere Verantwortung: Nachrichten einzuordnen, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und dabei immer den Menschen hinter den Geschichten im Blick zu behalten.
Meine Geschichte
Zu meiner Biografie gehört auch eine persönliche Geschichte, die mich geprägt hat.
Bei meiner Geburt wurde mir das männliche Geschlecht zugewiesen. Schon früh wusste ich, dass dies nicht meiner Identität entspricht. Bereits in meiner Jugend begann ich, meinen eigenen Weg zu gehen und mein Leben als Frau zu führen.
Heute bin ich als Journalistin und Moderatorin eine der wenigen trans Frauen im deutschen Nachrichtenfernsehen. Dass ich sichtbar bin, verstehe ich dabei nicht als Selbstzweck. Sichtbarkeit kann Türen öffnen – für Menschen, die sich selbst noch nicht in den Medien wiederfinden, und für eine Gesellschaft, in der unterschiedliche Lebensgeschichten selbstverständlich ihren Platz haben.
Meine journalistische Arbeit und meine persönliche Geschichte sind deshalb zwei Seiten derselben Biografie: Es geht um Menschen, um ihre Geschichten und darum, genau hinzuschauen.
Avesta
Was viele nicht wissen: Mein vollständiger Name lautet Kira Avesta Alin.
„Avesta“ verweist auf meine kurdischen Wurzeln und steht sinngemäß für Weisheit.
Ein schöner Gedanke – und vielleicht auch eine kleine persönliche Haltung: Neugierig bleiben, zuhören, hinterfragen und nie aufhören, dazuzulernen.
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